Siegel der Elisabethinnen Aachen
Schriftzug Schwestern der heiligen Elisabeth

Übersicht unserer Aktivitäten

Das Unternehmen Ordensleben

„Herr, wenn du so mit mir sein willst, will auch ich mit dir sein und niemals von dir getrennt werden.“
Elisabeth von Thüringen

Wir Schwestern finden Gott, der Mensch geworden ist, in allem, was unseren Alltag bestimmt. Ordensleben verwirklicht sich ganz realistisch. Für die Schwestern im Kloster muss gesorgt werden. Einfachheit, Zufriedenheit und Anspruchslosigkeit sollen unsere Lebenshaltung kennzeichnen. Dennoch brauchen wir eine Unterkunft, es muss eingekauft werden, Kleidung will genäht und gereinigt werden, Gelder müssen verwaltet und Steuern gezahlt werden. Die Schwestern müssen kranken- und rentenversichert sein.

Im Generalat der Ordensgemeinschaft

Dazu braucht es die Ordensverwaltung. In der Unterhaltung des Klosters unterliegen wir allen staatlichen Vorschriften, ob es um die Wartung eines Aufzugs, um den Brandschutz oder die Qualität des Trinkwassers geht. Als Arbeitgeber sind wir unseren Mitarbeitern verpflichtet, als Gastgeber unseren Gästen. Wie bei jeder menschlichen Gemeinschaft, ist auch hier eine Leitung nötig. Im Kloster nennt sie sich Oberin. Sie vertritt die Gemeinschaft nach außen und leitet das jeweilige Haus. In schwesterlichem Dienst sorgt sie für das leibliche und geistige Wohl jeder einzelnen Schwester und leitet an zu von Initiative und Verantwortungsfreudigkeit getragener Mitarbeit. Oder, wie Mutter Apollonia sagt: Sie „...habe mehr Gelegenheit als je zuvor, den Gehorsam zu üben; denn es ist eine Kunst, so viele Willen und Sinne ineinander zu bringen.“ 

Förderung und Ausbildung blinder Kinder

Szilveszter braucht viel Liebe und Zuneigung: die  Eltern haben ihn wegen seiner Behinderung verlassen.

Im Marburger Spital, so berichtet ihre Gefährtin Isentrud, „hatte Elisabeth außer den Kranken auch viele arme Kinder aufgenommen, für die sie sorgte. Zu ihnen war sie so gütig und mild, dass alle sie Mutter nannten. Wenn sie ins Haus kam, liefen alle zu ihr und scharten sich um sie.“

1982 wagte es eine mutige Frau von 35 Jahren, die erste katholische Schule Ungarns seit Beginn des kommunistischen Regimes zu errichten.

Es waren nicht irgendwelche Kinder, denen sie ihre Aufmerksamkeit widmete, sondern mehrfach behinderte Blinde, für die es keinen Platz in den staatlichen Schulen gab.

Diesen Kindern eine fundierte Schulausbildung, Linderung und Therapie in ihren vielfachen Behinderungen zu schenken, ist bis heute die Absicht der Elisabethinnen, zu denen Schwester M. Anna gehört. Und ihnen die Augen zu öffnen für das „Licht in der Finsternis“, das  uns aus den Worten Jesu Christi im Evangelium aufleuchtet. Die Kinder, von denen gut ein Drittel „Sozialwaisen“ (von den Eltern verlassene Kinder) sind, finden durch die liebende Zuwendung, den Einfallsreichtum und das pädagogische und therapeutische Geschick der Schwestern und ihrer Mitarbeiter Lebensfreude und einen guten Start in ihr schweres Leben.

1995 bis 2012 unterstützten die deutschen Mitschwester dieses Werk mit Nachdruck: durch tatkräftige Hilfe im Blindenheim, die Organisation von Hilfen und Spenden und durch ihr Mitleben im Budapester Konvent.

Sr. M. Anna ist ganz Ohr für Nikolett und ihre kleinen Nöte.

Die hl. Elisabeth dachte als gute Mutter an Spielzeug für die Kinder und Werkzeug für die Erwachsenen. Sie ist uns Vorbild, alles zu tun, damit diese behinderten Kinder gut ausgerüstet ihr Leben bestehen. Daher übernahm die Aachener Gemeinschaft auch einige Jahre die Trägerschaft für die Einrichtung. Mittlerweile sind die ungarischen Schwestern autark und haben sich mit der letzten überlebenden Schwester der alt-ungarischen Kongregation der Elisabethinnen zusammengeschlossen, um den nationalen Gesetzen entsprechend die Aufgabe weiterzuführen.

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Berufsausbildung

Auszubildende in der Großküche

Als die hl. Elisabeth sich ganz frei gemacht hatte von allen Rechten ihres Standes, um ganz da zu sein im Dienst an den Armen und Kranken, da scheute sie sich nicht, Wolle zu spinnen und zu waschen, den Saal zu fegen, Essen zu kochen, Betten zu machen, den Menschen bei Allem zu helfen, wo sie gebraucht wurde. „Weihe dich ganz, Körper und Seele, deinem Gott!“ steht in ihrer Lebensregel, und: „Lass dir die Demut am Herzen liegen!“

Im Mutterhaus werden Hauswirtschafterinnen ausgebildet. Zum Berufsbild gehört die fachlich qualifizierte Rundum-Versorgung und –Betreuung von Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlich großen Haushalten.  Dieser Ausbildungsberuf ist etwas für junge Leute, die gerne mit Menschen umgehen und Verantwortung übernehmen wollen.

Es gilt, den Alltag mit Gästen, Kindern, Senioren oder auch Kranken zu gestalten und zu meistern. Die Hauswirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Aufgaben der Ordensgemeinschaft.

"Möchten Sie eine Tasse Kaffee?"

Die Berufsausbildung in diesem Bereich hat in unserer Zeit besondere Bedeutung, denn der ökonomische Umgang mit Geld ist hinsichtlich überschuldeter Haushalte besonders wichtig geworden. Das Wissen um eine gesunde Ernährung und einen umweltgerechten Umgang mit Wasser und Energie ist die unabdingbare Basis für eine sichere Zukunft der kommenden Generation. Bei der Haushaltsorganisation ist Umsicht und Planung gefordert, Geschick im Umgang mit Finanzen, Zeit und Arbeitskraft, Kreativität, viel Einfühlungsvermögen und Gesprächsbereitschaft. 

Kontakt unter: info@elisabethinnen.de

Altenpflege

„Wir müssen füreinander da sein, weil Gott uns gezeigt hat, dass er für uns da ist.“
Hl. Elisabeth von Thüringen

Unsere Schwestern stellen ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst alter und bedürftiger Menschen. Seit unserer Gründung ist es üblich, dass wir uns damit auch in den Dienst einer konkreten Einrichtung nehmen lassen, die nicht Eigentum der Schwestern ist. Bereitwillig lassen wir uns in Anspruch nehmen von allen, die unserer Hilfe bedürfen.

Mein Dienst für Gott in der Ordensgemeinschaft: die Pflege der alten und kranken Menschen.

So gaben wir die Trägerschaft der eigenen Seniorenheime in Aachen am Seilgraben und im Mutterhaus ab in die Hände der Aachener Caritas Dienste, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Mutterhauses das „Klosterstift Radermecher“ erbauten. Mit diesem Namen erinnert die Einrichtung an die Ordensgründerin der Elisabethinnen und gleichzeitig an die Aachener Stadtgeschichte, die mit dem Namen Apollonia Radermecher verbunden ist. Unseren Mitschwestern, die in der Altenpflege und im Sozialen Dienst ausgebildet sind, ist das Vorbild der hl. Elisabeth der Wegweiser für ihr Handeln und Helfen in diesem Haus. Weitere Schwestern betreuen und pflegen alte und psychisch kranke Menschen in den Augustinus-Kliniken in Neuss.

„Füreinander-da-sein“ bedeutet für uns auch, für unsere alten und kranken Mitschwestern zu sorgen, die im Mutterhaus nach lebenslangem Einsatz ihren wohlverdienten Lebensabend verbringen.

Unsere besondere Berufung und Sendung ist es, gemeinsam mit Sterbenden Ohnmacht auszuhalten und die Hoffnung auf ein Leben bei Gott offen zu halten. So entdecken wir unsere Berufung auch  darin, dort zu sein, wo nichts mehr zu „machen“ ist.

Armenspeisung

„Sei barmherzig gegen den Nächsten.“

„Was du willst, dass dir die Menschen tun, das tue du auch ihnen.“
aus den Lebensregeln der hl. Elisabeth

Der prophetische Charakter des Ordenslebens ist eng mit seiner Aufmerksamkeit und Sorge für die Armen verbunden. Wir möchten Zeugnis davon geben, dass der Liebe zu Christus und zu den Armen, in denen er lebt, nichts vorgezogen werden darf. Darum engagieren sich auch immer Elisabethinnen für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Für die Schwestern bedeutet es, sich auf Armut und Elend einzulassen und fähig zu werden, ein Stück weit einfacher, ungesicherter und kreativer zu leben.

Herzlich willkommen im Speisesaal der Obdachlosen.

Unsere Mitschwestern, die zum Beispiel Obdachlose betreuen, werden täglich damit konfrontiert. Wir stehen in der engsten Nachfolge Christi und verwirklichen den Geist des Evangeliums, wenn wir für Arme und Kranke, am Leben Gescheiterte und Verzweifelte, von der Gesellschaft Ausgestoßene und für Unterdrückte da sind. Mit Freude und Dankbarkeit Gott und unseren Wohltätern gegenüber nehmen wir dazu alle Hilfe und Spenden an, die uns bei der Erfüllung dieser Aufgaben unterstützen.






Miteinander leben

„Elisabeth war umsichtig genug, einen Arzt um Rat zu fragen. Sie wünschte, er möge ihr eine Lebensweise vorschreiben, damit sie ihrem Körper nicht zu viel Kraft entziehe und durch ungebührliche Entbehrungen krank werde. Dann könne sie ihren Dienst nicht mehr verrichten, und Gott würde sie für übermäßige Enthaltsamkeit zur Rechenschaft ziehen“
berichtet uns Isentrud.

"Wo zwei oder drei in Gottes Namen versammelt sind..."

Vielleicht suchen Sie eine Lebensweise, die Ihren Kräften entspricht und ihnen Freiraum gibt für ein bewusstes Leben mit Gott? Jeder Mensch hat seinen speziellen Lebensauftrag von Gott erhalten, egal, wie jung oder alt er ist, kräftig oder schwach. Für Menschen, denen es gut tut, mit uns zu wohnen, haben wir Elisabethinnen im Mutterhaus Aachen und im Elisabethstift Kerkrade Möglichkeiten dazu geschaffen. Wir setzen damit ein Zeichen dafür, dass im Geist der hl. Elisabeth miteinander „unter einem Dach“ zu leben, Sinnleere und Einsamkeit besiegt. So sehr sie das möchten, können sich Gäste und Mitbewohner einbinden lassen in das Gebet der Ordensgemeinschaft. Durch ihre Miete tragen die Mitbewohner dazu bei, dass wir Elisabethinnen unterstützt werden in der Verwirklichung unserer anderen Aufgaben.

Näheres finden Sie unter Angebote:

» Wohnen im Kloster

Suchen Sie eine Wohnform, die Anschluss an das geistliche Leben der katholischen Kirche bietet?

» Offen für Besucher

Unsere Besucherstation bietet 14 einfache Zimmer, in denen Sie sich in klösterlicher Umgebung erholen können.