Siegel der Elisabethinnen Aachen
Schriftzug Schwestern der heiligen Elisabeth

Feste der Ordensgemeinschaft

Es darf getanzt werden...

Wir Ordensleute sind besonders aufgerufen, uns mit den Fröhlichen zu freuen und mit den Weinenden zu weinen. Wir sollen eines Sinnes sein und in Frieden leben. Gott ermutigt uns sogar, uns in den Leiden zu freuen, die wir um seinetwillen erdulden. Dann, so verspricht er, wird er in Liebe und Frieden mit uns sein.

Freude will sich ausdrücken. Sie ruft geradezu danach, Feste zu feiern. Das hat uns ebenfalls unser Herr Jesus Christus bestätigt, wenn er sein erstes Wunderzeichen ausgerechnet bei einer Hochzeit wirkt - noch dazu Wein in Überfülle verschafft. Seine Gleichnisse vom Reich Gottes kleidet er gerne in Erzählungen von Festen. Besonders das „Evangelium im Evangelium“, die Geschichte vom Verlorenen Sohn und dem Barmherzigen Vater, mündet in einem großen Fest. Jesus selbst drückte seinen Glauben aus, indem er an den Festen seines jüdischen Volkes teilnahm. Er schenkte uns durch sein Leben, Sterben und seine Auferstehung unsere christlichen Feste.

Wir lassen uns gerne Freude schenken

So wird unser Ordensleben durchdrungen von den Festen des Glaubens. Die einen ergeben sich aus dem Kirchenjahr, in dem sich alljährlich das Leben Jesu widerspiegelt. Die anderen drücken den persönlichen Glaubensweg der einzelnen Schwester aus, wieder andere feiert die Gemeinschaft als Gemeinde des Lebens und Glaubens miteinander. Und manchmal gibt es auch, ganz unerwartet, einmalige Gelegenheiten zum Feiern.

„Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte:
Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.                                                
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. 
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.          
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.               
Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.“
aus dem heiligen Evangelium nach Mathäus