Siegel der Elisabethinnen Aachen
Schriftzug Schwestern der heiligen Elisabeth

Berufungsgeschichten

Sr. M. Jutta
Heute arbeite ich in der Altenpflege

Ich bin in Aachen geboren. Ich habe einen älteren Bruder und zwei jüngere Geschwister: noch einen Bruder und eine Schwester. Meine Eltern waren aktiv in der katholischen Pfarrgemeinde. Meine Brüder sind Messdiener gewesen und wir Mädchen waren im Kinderchor. Außerdem arbeitete ich ehrenamtlich in der Pfarrbücherei.
Mit 11 Jahren hatte ich einen fiebrigen Infekt. Im Fernsehen wurde zu der Zeit „das Wunder von Lourdes“ gezeigt. Die ganze Familie hat sich den Film angesehen. Anschließend habe ich den Wunsch geäußert, ins Kloster zu gehen. Meine Eltern meinten, ich hätte Fieberfantasien und ich solle erst mal wieder gesund werden. Das wurde ich: und dieser Wunsch ist von da an in mir gewachsen.
Mit 16 Jahren begann ich meine hauswirtschaftliche Ausbildung bei den Elisabethinnen. Die Arbeit fiel mir nicht leicht und ich dachte mir: „Gott hilft den Schwestern, dann kann er auch mir helfen, die Ausbildung zu schaffen.“ Und ich nutzte die Gelegenheit, dass ich im Internat wohnen konnte und ging regelmäßig zur Hl. Messe. Das gab mir viel Schwung. In meinem ersten Ausbildungsjahr bin ich mit der Jugendwallfahrt des Bistums Aachen nach Rom und Assisi gefahren. Jugendliche aus fünf Bistümern waren dabei, als wir am  27. Dezember aufbrachen. Viele der jungen Frauen, die dabei waren, wollten nach dieser Fahrt in dem neuen Jahr einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Das wurde mir in Gesprächen klar, die bis heute bedeutungsvoll geblieben sind. Ganz besonders hat mich die Mitternachtsmesse am 31.12. bei den Kapuziner-Klarissen angerührt. Ja, in Assisi habe ich mich verliebt. Nach dieser Wallfahrt ist mir ein Licht aufgegangen auf dem Weg meiner Berufung.
Ein Jahr hat es gedauert, bis ich mich entschieden hatte, ins Kloster zu gehen. In den Herbstferien bat ich um Aufnahme im Elisabethkloster. Ich war damals im letzten Ausbildungsjahr. Genau ein Jahr nach meiner Rückkehr aus Assisi erhielt ich am Dreikönigsfest die Elisabeth - Medaille und begann die Kandidatur. Im Juni machte ich meine Prüfung und trat im August in die Ordensgemeinschaft der Elisabethinnen in Aachen ein.
Berufung möchte gelebt werden. Meine Berufung ist es, vor den Menschen Zeugnis abzugeben dafür, dass Gott unter uns lebt. Ich möchte allen sagen: Berufung will wachsen und reifen, bis wir den Mut bekommen, um den Schritt in Gottes Zukunft zu wagen.

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