Siegel der Elisabethinnen Aachen
Schriftzug Schwestern der heiligen Elisabeth

Gelübde

durch die Hingabe des ganzen Menschen in den Gelübden wird jeder Menschendienst zum Gottesdienst

Um Gottes willen! 

Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – das versprechen wir Gott und leben es in einer konkreten Ordensgemeinschaft. Darin drückt sich unsere freiwillige Antwort auf das Geschehen aus, dass wir „Berufung“ nennen. Wir möchten dem Leben und Sein Jesu Christi auf dieser Erde möglicht intensiv und nahe nachfolgen, Sein Wort, Sein Vorbild, Sein Dasein, Sein Gehorsam bis in den Tod soll uns prägen. Die Gelübde umfassen das ganze Wesen einer Schwester, drücken nach außen das innere Geheimnis aus, dass Gott und Mensch sich ganz aneinander hingeben wollen – und können.

Wollen Sie sich dem ein wenig nähern im Gebet? Vielleicht mit diesen Worten?

Taufgelöbnis eines heutigen Christen:

Ich weihe mich Dir, Christus, unerschaffenes Licht.

Im Glauben:
Ich weihe mich Dir in Deinem unerschaffenen Wort: ich will versuchen, es aufzunehmen im Glauben, es mir aneignen bis in die Tiefen meines Wesens hinein, ich will mir Zeit dafür nehmen. Ich will dein Wort verwirklichen. Wenn ich seinem Ernst ausgewichen bin, es vereitelt habe, ihm nicht gehorchte, dann will ich es bedenken, ohne Beschönigung – es bereuen, Deine  Vergebung erbitten und neu beginnen.

In Armut:
Ich weihe mich Dir in den Armen; für sie will ich da sein, von ihnen mich beschämen lassen, mit ihnen mich solidarisieren. Ihre Freundschaft will ich suchen, ihnen Gefährtin werden. Meine Habe will ich für sie verfügbar halten, mit ihnen teilen, meine Fähigkeiten und Kräfte will ich auswerten für sie. Und wenn ich selber ganz arm werde, krank und zerschlagen, will ich das Angewiesensein auf Dein Erbarmen und Deine Gnade achten.

Im Gehorsam:
Ich weihe mich Dir in der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern, der in Deinem Namen Versammelten, in deren Mitte Du bist. Von ihr, der Kirche, da, wo Du für mich Gestalt annimmst, will ich mich richten und ausrichten lassen. Ihren Rat will ich hören. Ihre Entscheidung will ich, wann immer mein Gewissen nicht klar dagegen spricht, allem eigenen Wünschen und Wollen vorziehen.

In Reinheit:
Ich weihe mich Dir als Lichtgestirn meines Lebens. Ich will mich aus Deinem Strahlenkranz nicht entfernen. Ich will das Gespür dafür wach halten, wo Gefahr ist, ich will Deinen leisen Mahnungen folgen. Mit meinem Tun und Lassen, mit meinem Wünschen und Sehnen und mit all meinen Gedanken will ich dein Antlitz suchen. Ich will Dich im Blick behalten. Ich will es nicht stehen lassen, ich will es Dir sagen, wenn meine Absicht nicht rein war. Ich will versuchen, Dich zu erfreuen, und ich will darin erfinderisch sein! Ich will Dir ein immer neues Lied singen!

(Heinrich Spaemann nach einem Weihegebet aus dem 3. Jahrhundert)

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