Klosterkirche
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Laienschiff

Klosterkirche

Der Baukörper unserer Klosterkirche wurde aus massivem Ziegelsteinmauerwerk hergestellt und die Außenfront mit Hartbrandklinkern verblendet. Architektonisch bleibt nach außen der Eindruck der Klosterkapelle zum ganzen des Elisabethklosters gehörend gewahrt. Sie liegt nach Osten und besteht aus zwei Schiffen, die im rechten Winkel zueinander verlaufen. Im Treffpunkt der beiden Schiffe steht der Altar, der in der Achse des Schwesternschiffes liegt, aber es möglich macht, in beide Richtungen zu zelebrieren.

Blick ins Schwesternschiff
Blick ins Schwesternschiff
Blick auf die Altarinsel von der Laienempore
Blick auf die Altarinsel von der Laienempore
Schwesternschiff mit Orgelempore
Schwesternschiff mit Orgelempore
Unsere Klosterglocke
Unsere Klosterglocke
Ausschnitt aus einem Kirchenfenster
Ausschnitt aus einem Kirchenfenster

Als 1934 die Baupläne konkretisiert wurden, hat man sich folgendes gedacht:

„Das Nordost-Schiff mit 120 Plätzen liegt innerhalb der Klausur und ist ausschließlich für die Schwestern und Novizen bestimmt.“
Ursprünglich war dieser Teil der Klosterkirche also innerhalb der Klausur gelegen und allein den Schwestern vorbehalten. Heute sind wir froh, dass wir über solch ein großes Schwesternschiff verfügen, da wir an hohen Feiertagen und Ordensfesten so genügend Platz für alle Gottesdienstbesucher haben.

Damals schon sehr großzügig gedacht, sollte „das Südost-Schiff mit 90 Plätzen das Laienschiff sein und vornehmlich für die Angehörigen der Novizen bei Einkleidungen und anderen Feierlichkeiten dienen.“ Heute wird es, vor allem an Sonntagen, sehr gut genutzt.

Unser Kirchenraum ist geprägt von luftigen Höhen, da die Kirche drei Gebäudestockwerke einnimmt. Außerdem befindet sich mit direktem Zugang im Schwesternschiff auf der Höhe des ersten Stockwerks die Orgelempore, die vor allem den kranken Schwestern die Möglichkeit biete barrierefrei am Gottesdienst teilzunehmen. Im Laienschifft dient die Empore heute vornehmlich zur Bereitstellung weiterer Sitzplätze.

1941 wurde unsere Ordensgemeinschaft durch die Nazi-Diktatur enteignet. Waffen-SS und GESTAPO missbrauchten die Klosterkirche als Schießstand, während das gesamte Kloster als Polizeikaserne herhalten musste. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges in Aachen am 21.10.1944 diente die Kapelle als Flüchtlingslager; selbst einen Kindergarten beherbergte sie bis in die späten 1940ger Jahre auf der Laienempore.

1953 gelang es den Schwestern, durch die Unterstützung kirchlicher Behörden in den Besitz einer Patenglocke zu kommen. Diese stammt aus Ostdeutschland und war dem Einschmelzen zu Kriegszwecken entronnen. Am 12. März ist die 160kg schwere Glocke gesegnet und getauft worden auf den Namen: Franziskus, Elisabeth, Maria und Apollonia.

Im Herbst 1954 konnten wir ein Schmuckstück für unsere Kirche erwerben. Ein 5m großes Kreuz mit einem 2,40m großen Korpus. Der handgeschnitzte Korpus aus Eichenholz wurde in der Langenbroicher Kunstwerkstätte von einer Frau namens „Elisabeth aus Mönchengladbach“ gefertigt.

Am Sonntag Laetare 1956 wurde unsere Kapelle durch den Einbau einer Orgel bereichert. Diese stammt aus dem Hause Georg Stahlhuth & Co, Aachen. Sie verfügt über 19 Register einen zweimanualigen Spieltisch mit Pedalklaviatur, verstellbarem Notenpult, Spielbank und Rolldeckelverschluss. Die erste Spielaktion auf der neuen Orgel, Improvisationen unter Vorführung der neuen Register, war die Aufgabe des damaligen Domorganisten Voss.

Die Glasfenster in unserer Kapelle wurden von der Aachener Künstlerin Maria Katzgrau entworfen. Maria Katzgrau lebte und arbeitete gegenüber dem Kloster in einem der alten Fachwerkhäuser. Viele Malereien, Grafiken und vor allem Glasfenster sind von ihr in unserem Kloster zu sehen. So hat sie auch die kompletten Kapellenfenster Mitte der 60er Jahren entworfen. Gerade in den 60er Jahren nahm in ihren Werken immer mehr die abstrakte und freie Komposition Raum ein.

Bei unseren Kirchenfenstern handelt es sich um freie Kompositionen, bei denen sie Antik- und Opalglas mit Blei und Schwarzlot verband und teils auch große Glasbrocken einfügte. Die Kirchenfenster sind geprägt von unregelmäßig großen Feldern, die von unterschiedlich breiten und starken Linien durchzogen sind. Spannungsreich bietet sich dem Betrachter ein abwechslungsreiches Spiel von Aufteilung und Farbgebung, da die unregelmäßig gewählten Linienführungen im starken Kontrast zu den Farben stehen. Jedes Fenster hat eine andere Farbgebung und eine andere Linienführung, egal ob horizontal oder vertikal, keines ist identisch. Was sich in jedem Fenster wiederholt, sind große Anteile von Blau und Rot, aber es findet sich in jedem Fenster auch eine weitere Farbe, ohne dass die Fenster dabei unruhig auf den Betrachter wirken.

1970 wurde die Kapelle aufwendig saniert und umgestaltet. Am 02. Juli 1970 wurde der neue, 5 Tonnen schwere Altar aus belgischem Basaltstein in mühsamer Arbeit an seinem Platz gestellt. Am 20. August wurde der Altar von Weihbischof Buchkremer konsekriert.

Die Sakrale Kirchenausstattung fertigte der Kohlscheider Goldschmied Peter Bücken an. Der bronzefarbende, mit Perlmutteinlagen gestaltete Tabernakel ist von innen vergoldet. Das Gold stammte größtenteils aus den Professringen unserer verstorbenen Schwestern. Leuchter und Ambo sind passend zum Tabernakel angefertigt.

Der Blick des Gottesdienstbesuchers im Laienschiff wird eingefangen von einem Wandteppich der Künstlerin Beate Heinen, den sie 1980 mit Acryl auf Sisal fertigte. Der Betrachter sieht eine Darstellung des Gastmahls bei Abraham im Hain Mamre, wie es die Bibel im Buch Genesis berichtet (18,1ff) berichtet. Drei Engel, die in einer fließenden Bewegung aufeinander bezogen sind, versinnbildlichen den Dreifaltigen Gott. Ihre Flügelspitzen umfangen den knienden Menschen, der wie Abraham immer fort Gott, die Begegnung mit IHM, sucht.

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