22. Mai 2026

Auf die letzten Worte der Bibel „SIEHE, ICH KOMME BALD“ hörte unsere Schwester M. Juliane (Theresia) Vogt
„HERR, Du weißt alles, Du weißt, dass ich Dich liebhabe,“ diese Worte aus dem Tagesevangelium (Joh 21,17) haben das Sterben unserer lieben Schwester begleitet.
Schwester M. Juliane ist am 7. Oktober 1931 in Hontheim bei Prüm als jüngste Tochter der Eheleute Heinrich und Barbara Vogt geboren. Nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren kam sie in den Pfarrhaushalt ihres Onkels Kornelius Vogt in Rheinbrohl und erlernte bei ihren beiden Tanten Gertrud und Klara die Haushaltsführung. Dort reifte in ihr der Wunsch, Ordensschwester zu werden. Am 1. Mai 1953 trat sie in die Gemeinschaft der Schwestern der heiligen Elisabeth ein. Wenige Monate später erlebte sie die Überführung von Mutter Apollonia in das Mutterhaus. Am 5. Mai 1956 legte sie die Ordensgelübde ab und erlernte anschließend die Krankenpflege in den Städtischen Krankenanstalten Aachen. Danach war sie von 1958 bis 1975 im Dürener Krankenhaus tätig und übte die Krankenpflege hinterher fast 25 Jahre im Elisabethkrankenhaus in Mönchengladbach–Rheydt aus. An jeden dieser Wirkungsorte kam eine Nichte, um Krankenschwester zu werden. Als die Schwestern den letzteren Aufgabenbereich verließen, ging sie 2001 ins St.– Josef–Stift und 2008 in das Mutterhaus. In beiden Häusern übernahm sie Pflege und Betreuung der Senioren und unterstützte, noch im eigenen hohen Alter, ihre hilfsbedürftigen Mitschwestern. Ihr Dasein war geprägt vom Leitspruch der hl. Elisabeth: „Wir müssen füreinander da sein, weil Gott uns gezeigt hat, dass Er für uns da ist.“ Mit Hingabe kümmerte sie sich um die würdige Gestaltung des Gottesdienstraumes; sie hat sich dem Blumenschmuck mit viel Liebe und Geschick gewidmet und häufig Dienst als Sakristanin übernommen. Der Kontakt in ihre Familie blieb lebhaft. Schwester Juliane erfreute sich bis wenige Tage vor ihrem Heimgang guter Gesundheit und eines wachen Geistes und nahm am Gemeinschaftsleben und dem Chorgebet aktiv teil. Drei Tage hütete sie das Bett und erbat sich am Freitagmorgen die Krankensalbung, die sie im Kreis der Mitschwestern empfangen hat. Kurze Zeit später ging sie friedlich heim. Wir sind gewiss: Gottes Schöpfergeist wird ihr Leben vollenden und erneuern.